Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt / Baselgia
parochiala

Baugeschichte
Zu Beginn des 18. Jh. wurden
innerhalb der Gemeinde abermals Pläne gefasst, eine neue
Kirche zu bauen, um der ständig wachsenden Zahl von
Einwohnern Rechnung zu tragen. Anfängliche Diskussionen
über den Standort des Gotteshauses beendete eine Stiftung der Margarethe
Federspiel, die es ermöglichte, den Neubau inmitten des
wachsenden Dorfes zu errichten.
So überragt nun die stattliche barocke Anlage der Marienkirche den alten Ortskern und setzt
in der Ebene zwischen den kegelförmigen Hügeln den wichtigsten
baulichen Akzent. Die Grundsteinlegung erfolgte am 15. Mai
1730. Fünf Jahre darauf wurde der Rohbau fertiggestellt und
die erste Messfeier abgehalten. Nach der Errichtung des
Turmes 1738 und der Vollendung der Ausstattung konnte das
neue Gotteshaus durch Bischof Josef Benedikt von Rost am 3.
Mai 1739 zu Ehren Mariä Empfängnis der hl. Maria Magdalena
geweiht werden. Das Patrozinum der hl. Maria Magdalena ging
wohl von der im Dorf gelegenen alten Magdalenenkapelle auf
die neue Kirche über, da die kleine Kapelle während des
Neubaus im August 1734 niedergelegt worden war.
 
Als Baumeister fungnierte der Lombarde
Johann Baptist Berna, dessen virtuose barocke Formensprache
die Marienkirche von Ems zu seinem Hauptwerk gestaltete.
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Kath. Pfarramt
Via Sogn Pieder 7
7013 Domat/Ems
Tel. 081 633 11 43
oder 081
633 41 77.
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Daten zu Pfarrkirche St. Maria
Himmelfahrt Domat/Ems
*15. Mai 1730
Grundsteinlegung *15. Dez. 1735
Feier der ersten hl. Messe nach der Rohbauvollendung °
1736 Stühle und Bänke °
1737 Vorhalle und Portal °
1738 Turm *3. Mai 1739 Bauvollendung, Weihe der Kirche °
1743 Ernennung zur Pfarrkirche °
1743 Chorgestühl °°
1773 1. Orgel von Johannes Allgeuer,
Feldkirch *13. Aug. 1776 Dorfbrand,
Dachstuhl Schiff und Turm, Kanzel und Chorgestühl zerstört.
5 Glocken zerstört.
4 neue Glocken im Tierkel gegossen.
* 1800 Dorfbrand,
ganze Kirche ausgebrannt. Alle 3 Altäre, Orgel, Stühle,
Chorgitter und Dächer zerstört
* 1801 Neues
Kirchendach
° 1804
Neue Seitenaltäre, gekauft in Chur. Diese beiden waren für
Savognin bestimmt.
°
1805 Drei neue Glocken aus Feldkirch
°
1806 Kauf von in Oel gemalten Stationen
°
1807 Neuer Hochaltar
°
1811 Eine Glocke (Nr. 3) umgegossen
°° 1814
2. Orgel von Sylvester Walpen, Recklingen, Wallis
°26.
Aug. 1817 Schwere Sturmschäden
an den Dächern
°4.
Febr. 1820 Neues
Chorgitter
* 1822 Neues Chorgewölbe wegen Baufälligkeit°Bild
hlg. Abendmahl von Math. Jehle von Bludenz
°
1830 Umbau des Hochaltars (zurückversetzt)
°
1846 Turm erhält Blechdach
* 1863 Innerer Umbau
°Neues
Abendmahlbild im Chor. Am Gewölbe der Kirche 4 Gemälde. Die
Opfer im Alten und Neuen Testament. Glasgemälde Fenster im Chor
(Petrus und Paulus) von Mittenmaier aus Lauingen
(Bayern). Zumauern des Fensters (heute Nepumuk), um
Gleichgewicht zur
Nische Nordwand herzustellen. In die Nischen je ein Bild
eines Papstes und eines jüdischen
Hohenpriesters.
°°
1894 3. Orgel Gebr. Mayer, Feldkirch
* 1902 Innenrenovation
°Westfenster
zugemauert. Figur des guten Hirten
° 1923 Turm
erhält Kupferdach
°°°Neuer
Fassadenverputz. Dachstühle über Chor und Sakristei werden demontiert und neu aufgebaut.
Ziegeldach, 2 neue Jalousien in Schallöffnungen. 4 neue Jalousien in Laterne. Sockel in Granitplatten.
°° 1926 4.
Orgel durch Umbau und Vergrösserung der Orgel von 1894 durch
J. Metzler + Söhne, Felsberg
1946 Umbau der unteren Empore
(Vergrösserung und gerade Form)
1953 2 Beichtstühle
1956 Innenrenovation
1957 Neuer Taufstein
1968 Aussenrenovation
1969 2 Vorfenster im Chor
1987 Aussenrenovation
1991 Innenrestaurierung
Quellen:
* E.
Poeschel, Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band
III, 1940
° G.
Federspiel, Emser Geschichte, Band I, 1938
°° A.
Caluori, Orgelbauer, Says, Orgelbericht 17. Februar 1968
°°° J.P.
Saluz, Kostenvoranschlag/Bauabrechnung Aussenrenovation
1923, Dokumente
in Turmkugel
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